Lidarti – Ester

Ester – Jüdisches Oratorium im Dialog mit der Zeit

Das Göttinger Barockorchester präsentiert in diesem Jahr wieder ein interdisziplinäres Kulturprojekt: Giuseppe Lidartis Ester (1774) – das einzige überlieferte hebräische Oratorium des 18. Jahrhunderts – wird zu einem literarisch- musikalischen Gesamtkunstwerk ins Heute transformiert.

 

Das Konzept

Das historische Werk Lidartis wird durch jüdische, faktisch-biografische Erzählungen aus den letzten 250 Jahren bis in die Gegenwart ergänzt. Die Texte, geschrieben von Lena Gorelik, werden in Anlehnung an den biblischen Bericht Esters ausgewählt – als Symbol geglückten weiblichen jüdischen Widerstands aus ursprünglicher Hilflosigkeit.

Ohad Ben-Ari, jüdischer Komponist, schafft Auftragskompositionen, die die neuen literarischen Texte mit Lidartis Musik verweben. Geschaffen wird somit ein musikalisch-literarischer Dialog über Mut, Zugehörigkeit und Selbstbehauptung, der Vergangenheit und Gegenwart in Beziehung setzt.

Vier Konzerte, diverse Vermittlungsformate in Kooperation mit lokalen Kulturvereinen und eine CD-Produktion runden das umfangreiche Projekt nachhaltig ab.

Quelle Bildmaterial: Stickerei von Esther vor Ahasveros, 1840, Paris, in der Sammlung des Jüdischen Museums der Schweiz. // Foto: Dieter Hofer

„Ester tritt vor den persischen König Xerxes und bewahrt so das jüdische Volk vor der Vernichtung“

Besetzung

Lavinia Dames, Johanna Kaldewei, Andreas Post, Virgil Hartinger, Janno Scheller, Kammerchor der Georg-August-Universität Göttingen, Göttinger Barockorchester, Antonius Adamske

Konzept und Projektmanagement

Janno Scheller – Koordinator künstlerische Konzeption
j.scheller(at)goettinger-barockorchester.de
+49 (0)151/223 77 99 2